Datendiebe entwenden vermehrt Smartphones & Co. und fordern Lösegeld

Datendiebe entwenden vermehrt Smartphones & Co. und fordern Lösegeld - Mattanet Service GmbH SicherheitsdiensteImmer häufiger entwenden Datendiebe mobile Geräte mit sensiblen Daten, um anschließend von ihren Opfern hohe Lösegeldsummen zu erpressen. Dabei sind weniger Zufallsopfer betroffen, sondern vielfach werden gezielt Rechtsanwälte und Vorstandsvorsitzende ausgewählt. So wurden etwa dem Vorstandsvorsitzenden der Datev und Präsident des IT-Dachverbandes Bitkom Dieter Kempf wiederholt Smartphones entwendet. In einem Fall befand er sich dabei ironischerweise auf dem Weg zu einem IT-Sicherheitskongress. Auf diesem sollte Dieter Kempf eine Expertenrunde zur sicheren mobilen Kommunikation moderieren.

Druckmittel für Lösegeldforderungen

Die Täter haben es bei dieser Vorgehensweise selten auf die sensiblen Daten selbst abgesehen. Vielmehr wird das entwendete Gerät als Druckmittel für eine Erpressung von Lösegeld genutzt. Sind die Daten unverschlüsselt oder unwiederbringbar, gehen die Opfer oft auf die Täterforderungen ein. Exemplarisch dafür der Fall eines Rechtsanwaltes. Die Täter haben über den gestohlen Laptop Zugriff auf das Netzwerk der Kanzlei und damit auf dort unverschlüsselt zugängliche Mandantendaten erhalten. In Anbetracht seiner Schweigepflicht und der drohenden straf- und standesrechtlichen Konsequenzen ist der Anwalt auf die Forderungen der Datendiebe eingegangen. Er soll 90.000 € gezahlt haben.

Professionelle Verbrecherbanden am Werk

Die Datendiebe gehen bei ihren Taten in der Regel hoch professionell und arbeitsteilig vor. Ein typisches Beispiel: Ein ICE hat einen kurzen Zwischenstopp auf einem Bahnhof. Ein Täter passt auf, ein anderer Täter hält die Zugtür auf und frei und ein dritter Täter sucht im Großraumwagen der 1. Klasse nach von Geschäftsreisenden unbeaufsichtigt zurückgelassenen oder neben ihnen auf dem Sitz liegenden Laptops und Smartphones. Ein schneller Griff und der Zug wird geschwind mit dem Diebesgut verlassen. Selbst wenn das Opfer die Tat bemerkt, ist es häufig in einer Entscheidungsnotlage. Den Täter verfolgen und der Zug fährt ohne den Bestohlenen weiter oder den Täter davon laufen lassen und das Smartphone ist weg. Im Fall der Verfolgung versperren ihm dann auch noch die Mittäter den Weg.

Auch an Flughäfen, im öffentlichen Personennahverkehr, in Restaurants, in Konferenzräumen und an vielen anderen Orten schlagen die Täter immer wieder zu.

So können Sie sich schützen

Das Entdeckungsrisiko ist für die Täter aufgrund der anonymen Kommunikations- und Zahlungsverfahren relativ gering. Opfer und Polizei stehen dem Geschehen meist machtlos gegenüber. Aus diesem Grund gilt es sich für den Fall der Fälle zu wappnen.

Lassen Sie deshalb Smartphones, Laptops & Co. nie, nie, nie unbeaufsichtigt und führen Sie sie körpernah bei sich. Verleihen Sie sie auch nicht an andere (…simpel, aber für Täter immer wieder erfolgreich: die vorgetäuschte Notlage, in der vorgeblich dringend telefoniert werden müsste – …und Ihr Smartphone ist weg). Haben Sie auf Ihren mobilen Geräten wirklich nur die Daten gespeichert, die Sie auch tatsächlich auf Ihrer Dienstreise benötigen. Noch besser sind spezielle Reisegeräte. Nutzen Sie die Sicherheitseinstellungen Ihrer Geräte. Ein sicheres Passwort für die Inbetriebnahme und den Bildschirmschoner, ebenso wie eine sichere Verschlüsselung von sensiblen Daten sollten Standard sein. Viele Geräte bieten auch die Möglichkeit, sie aus der Ferne zu orten, es zu sperren oder die Daten darauf zu löschen. Dies setzt jedoch voraus, dass diese Funktionen bekannt sind, entsprechend eingerichtet wurden und im Ernstfall auch genutzt werden können.

Für Ihre Sicherheit:
Gratis-Sicherheitsberatung –
…dazu einfach hier klicken!


IF Sicherheit GmbH – wir sorgen für Ihre Sicherheit!